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Georg Philipp Wörlen

Georg Philipp Wörlen ( Privatphoto )

Georg Philipp Wörlen ( Privatphoto )

 

1886

am 5. Mai in Dillingen/Donau geboren

Kunstgewerbeschule Nürnberg Atelier Altheimer Regensburg

    

Liebespaar

Liebespaar, Tempera/Karton, 50 x 56,5 cm, 1920

 

1911

Heirat mit Margarete Neunhöfer

    

Schwabgasse

Passau Schwabgasse, Wachskasein, 1925 


1914-1918

im 1. Weltkrieg u. a. in Rumänien und Frankreich wird zweimal verschüttet gerät sechs Wochen vor Kriegsende für 15 Monate in englische Gefangenschaft
(Lager Ripon,Yorkshire)

    

Image

Gasse, Öl/Leinwand, 90,5 x 57 cm 

 1915

am 5. April Geburt des Sohnes Hanns Egon Wörlen
    

Passauer Häuser, Öl/Leinwand, 64 x 90 cm, 1920

Passauer Häuser, Öl/Leinwand, 64 x 90 cm, 1920 

 

1920/21
Kunsterzieher in Marnheim/Donnersberg Gründung der Künstlergemeinschaft "Fels", die bis


1926/27

besteht im Sommer Berufung als Kunsterzieher an das humanistische Gymnasium "Leopoldinum", Passau

    

Gefangenenlager Ripon, Aquarell, 1919

Gefangenenlager Ripon, Aquarell, 1919 





1922

Mitglied der "Gruppe der 6" Wörlen wird (damals einziges "reichsdeutsches") Mitglied der Wiener Künstlervereinigung "Hagenbund"

    

Portrait Carry Hauser, Öl/Leinwand, 50 x 40 cm, 1921

Portrait Carry Hauser, Öl/Leinwand, 50 x 40 cm, 1921 



1927

Auftrag zur Ausmalung der Kapelle des städtischen Krankenhauses Passau Studienreise nach Rom und Sizilien mit dem Kaufmann Alois Hartl
    

Akt, Aquarell, 1926

Akt, Aquarell, 1926 

 1931

Reise nach Venedig 
     

Passauer Gasse, Aquarell, 43 x 26 cm, 1923

Passauer Gasse, Aquarell, 43 x 26 cm, 1923 



1937

Aufruf Alois Winters in der "Donauzeitung" zur Zerstörung der Fresken in der Krankenhauskapelle
    

Passau Pfaffengasse, Aquarell, 1925

Passau Pfaffengasse, Aquarell, 1925 

  1947

Mitbegründer der "Donau-Wald-Gruppe"
    

Kreuzigung, Aquarell, 29 x 30 cm, 1919

Kreuzigung, Aquarell, 29 x 30 cm, 1919 

  1954

am 18. April in Passau gestorben
     
 "Ich bin geboren am 5. Mai 1886 als Sohn eines Militärbeamten in dem ungefähr 6000 Seelen großen schwäbischen Donaustädtchen Dillingen. Das Schloß, Stadttor, einige alte Türme, Donauwälder, Altwasser und vor allem die Menschen dieser Stadt fesselten mich schon als Kind, ... ich zeichnete und malte all dieses, damals noch unbewußt gut und schlicht wie eben der Schwabentyp ist ..."

(G. Ph. Wörlen 1922)

Nach Gymnasium und Kunstgewerbeschule in Nürnberg arbeitet Wörlen in einer Rastaurierwerkstatt (Atlier Altheimer) in Regensburg. Dort lernt er auch seine spätere Frau, Margarete Neunhöfer, kennen. die Heirat erfolgt 1911 unter der Voraussetzung, daß Wörlen einen Brotberuf ergreift. 1914 nimmt er eine Lehrtätigkeit in Marnheim auf.

Bereits zu Kriegsbeginn wird Wörlen einberufen, ist jedoch zu keiner Zeit ein begeisterter Kriegsmann. Am 5. April 1915 wird - der Vater ist im Krieg - sein Sohn Hanns Egon geboren. Wörlen wird in Stellungskämpfen zweifach verschüttet. Er überlebt seelisch, nervlich, körperlich verletzt.

Sechs Wochen vor Kriegsende gerät er in englische Gefangenschaft und wird in das Lager Ripon in Yorkshire gebracht, wo er die nächsten 15 Monate verbringt. Hier setzt bei Wörlen ein faszinierender Umwandlungsprozeß in der künstlerischen Auffassung und Gestaltung ein. Die Mittel zu stärkeren Ausdrucksmöglichkeit findet der Künstler im Expressionismus, dessen Studium, erweitert durch die Bekanntschaft mit kubistischen und futuristischen Arbeiten, überaus fruchtbar wird.

1920 kehrt Wörlen als Schwerbeschädigter zu seiner Familie zurück. Ihm wird eine Stelle als Lehrer in Neustadt in der besetzten Rheinpfalz angeboten. Da er jedoch den Anblick der französichen Besatzer nicht ertragen kann, stellt er einen Antrag auf Versetzung und kommt schließlich im Sommer 1920 nach Passau, wo er eine Stelle als Kunsterzieher am humanistischen Gymnasium Leopoldinum antritt.

Es beginnt Wörlens künstlerische Auseinandersetzung mit seiner neuen Heimatstadt, die ihn Grund ihrer architektonischen und atmosphärischen Besonderheiten am Zusammenfluß von Inn, Ilz und Donau sein ganzes Leben beschäftigen wird. Auf der einen Seite steht eine streng blockhaft, aus Kuben aufgebaute Komposition, auf der anderen Seite entwickelt er einen "gotischen" Höhenzug, eine dynamische, vertikale Orientierungsdominante, wie sie vor allem im Thema der engen Gassen des alten Passaus zu sehen sind.
 
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