Das Museum Moderner Kunst präsentiert aus Anlass des 110. Geburtstags von Paul Eliasberg (1907-1983) eine umfangreiche Werkschau eines der bedeutendsten Radierer der Nachkriegszeit.

Das künstlerische Werk von Paul Eliasberg besteht aus Aquarellen in lichter Farbigkeit sowie Federzeichnungen und Radierungen. Mit randlosen, von einem zarten Liniengespinst überzogenen Blättern ging Eliasberg einen ganz eigenen Weg zwischen französischem Tachismus und romantischer Gegenständlichkeit. Der phantasievolle Zeichner fand seine Motive zumeist in den felsigen Uferlandschaften Griechenlands und den himmelwärts strebenden Bauwerken der Gotik. Aus beiden Motivenkreisen formte Eliasberg strukturierte Flächenmuster, die in einem „all over“ vollständig den Bildausschnitt bedecken. Aus dem zarten Lineament ließ der Künstler ausdrucksvolle, atmosphärisch vielfältige, surreale Landschaften und Architekturen entstehen.

Hier finden Sie die Eröffnungsrede vom 14. Juli 2017.

   

Paul Eliasberg, Venezianische Phantasie, 1968, Radierung vernis mou und Kaltnadel; Paul Eliasberg, Ourscamp, 1967, Radierung und Kaltnadel

       

Paul Eliasberg, Leukadia, 1977, Radierung und Kaltnadel; Paul Eliasberg, Longpont, 1974, Aquatintaradierung in 5 Farben

Die Ausstellung wird gefördert von: